Die ZFU-Problematik und der Reseller

Die ZFU-Problematik und der Reseller

Wie wir euch versprochen haben, bringen wir auch noch Informationen bzgl. Reseller.
Wir haben ein bisschen gezögert offen auszusprechen, was wir nach intensiver Prüfung erkannt haben: Das größte Problem haben – neben Anbietern, die für Hochpreis-Angebote viel versprechen, aber wenig halten (→ Erfahre mehr) – vor allem die Reseller.

Fairerweise muss man sagen, dass gerade in diesem Fall „Kursanbieter ist nicht Verkäufer“ bzw. im Dreiecksverhältnis Kursanbieter – Reseller als Verkäufer – Kurskäufer noch viele Fragezeichen bestehen.

Hier eine kleine Übersicht möglicher Fragen:

Deutlich wird: Es entstehen für den Reseller große Unsicherheiten.

Machen wir es mit einer Analogie anhand des Widerrufsrechts für Verbrauchers deutlich:

Dort ist die Rechtslage eindeutig. Ein Verbraucher, der von seinem 14-tägigen Widerrufsrecht Gebrauch macht (also beispielsweise den Kauf eines Online-Kurses ohne Angabe von Gründen nach 14 Tagen widerruft und sein Geld in dem Umfang zurückbekommt, wie noch keine Leistung erbracht wurde) darf im Reseller-Modell frei wählen, ob er den Widerruf an den Kursersteller oder an den Reseller richtet. In jedem Fall ist der Widerruf gültig. In der Praxis lösen Reseller dieses Problem durch Einbehalten des Geldes über diesen Zeitraum, so dass sie das Geld noch nicht an den Kursersteller ausgezahlt haben und damit den Käuferwiderruf bedienen können.
Anders sieht das aber natürlich bis zu drei Jahre später aus. Der Reseller hat kein Geld mehr vom Kursanbieter. Eventuell ist der Kursanbieter insolvent. Aus Sicht des Resellers ist dann eine Klage aufgrund einer fehlenden ZFU-Zulassung schnell ein mehrstelliger Schaden, den er vielleicht nicht an den Kursersteller weiterreichen kann.

Wie die jeweiligen Reseller mit dieser Risikosituation umgehen, bleibt abzuwarten. Erste Reseller haben bereits ihre Kursersteller aufgefordert die Kurse bzgl. Synchronität bzw. Lernerfolgskontrolle umzustellen.

Was bedeutet das konkret für dich:

Wenn du deine Kursstruktur entsprechend anpassen kannst (siehe Artikel ZFU_Anwendbarkeit → Klick), dann ist das vermutlich der eleganteste Weg. Dann ist nur noch das Restrisiko der fehlenden Negativ-Prüfung vorhanden, was der Reseller trägt.

Sollte deine Kursstruktur eine Zulassungspflicht bedingen, so ist natürlich eine Option die Zulassung anzustreben (Achtung! Ob es im Dreiecksverhältnis ausreicht, wenn der Kursersteller = die Zulassung vornimmt ist aus unserer Sicht derzeit ungeklärt.) Die Alternative könnte ein Wechsel zum Verkauf im eigenen Namen sein. Bevor du das aber in Erwägung ziehst, würden wir dir empfehlen erst einmal abzuwarten und die Lage zu beobachten.

Alle Infos zur ZFU bequem in dein Postfach:

Deine Einwilligung in den Versand unserer E-Mails ist jederzeit für die Zukunft widerruflich über den „Abbestellen“-Link am Fuß jeder E-Mail oder an die im Impressum angegebenen Kontaktdaten. Der Versand erfolgt entsprechend unserer Datenschutzerklärung.

Hier möchten wir euch über aktuelle Themen informieren. Immer gut geprüft und aussagekräftig.

Alle Rechtsthemen für dein Onlinebusiness:

Sei immer auf den neusten Stand, erhalte Vorlagen und Handlungsempfehlungen.

Hier kannst du deine Fragen zur ZFU persönlich an unser Team stellen.

häufige fragen & antworten

Solltest du eine Klage oder Rückzahlungsaufforderung aufgrund versäumte Zulassung bekommen, so nutze unser Kontaktformular. (klick)

Solltest du ein Schreiben der ZFU aufgrund versäumter Zulassung bekommen, so nutze unser Kontaktformular. (klick)

Solltest du eine Rückzahlungsaufforderung aufgrund versäumter Zulassung bekommen, so nutze unser Kontaktformular. (klick)

Durchatmen! Die Gerichte haben Entscheidungen getroffen.
Was genau das nun wirklich kurz-, mittel- und langfristig bedeutet, wissen wir alle derzeit nicht, auch
wenn es inzwischen Tendenzen gibt.

Überprüfe mit unserer Grafik (klick), ob deine Kurse betroffen sein könnten und wenn ja, ob du das
relativ einfach ändern könntest. Wenn ja, dann mach das. Schau dir auch das Video an. Trage dich für
den Newsletter ein und/oder abonniere unseren Telegram-Kanal, so dass du die neuesten
Entwicklungen mitbekommst.

Prüfe anhand unserer Grafik und dem erklärenden Text, ob die offensichtlichen Merkmale zutreffen. Den passenden Blogartikel findest du hier: Klick

Auf der Webseite der ZFU findest du alle relevanten
Informationen: https://zfu.de/veranstaltende/zulassung 

Welche Herausforderungen und Chancen die Zulassung mit sich bringt, haben wir im Blogartikel für
dich zusammengefasst: Klick

Erst einmal Ruhe bewahren.

Die Brisanz im Reseller-Modell ist tatsächlich besonders hoch. Solltest du deinen Kurs so anpassen können, dass keine Zulassungspflicht (siehe Blogartikel) mehr besteht, ist dies sinnvoll.

Andernfalls empfehlen wir auf jeden Fall unseren Telegram-Kanal zu abonnieren, um unsere Updates zu diesem Thema nicht zu verpassen. Eine erste Problembeschreibung der Reseller-Problematik findest du bereits im Blog. (klick)

Im Legal Secrets Club geben wir online UnternehmerInnen und GründerInnen einen bezahlbaren Zugang zu rechtlichen Ressourcen. Der Club ist derzeit „eigentlich“ geschlossen. Aufgrund der aktuellen Situation sind wir gebeten worden, ihn noch einmal zu öffnen für alle, die noch näher an unserer Arbeit im Kontext der ZFU dran sein wollen. Die Details liest du hier nach: Klick

Die Buchung ist hierüber möglich: Klick

Dort bekommst du alle Informationen zur ZFU, zu möglichen (kreativen) Lösungsideen und kannst deine Fragen rund um deine Produkte an das Lawlikes-Team stellen.

Abonniere unseren Telegram-Kanal (klick) und trage dich in unseren Newsletter ein. 

Bitte sende uns keine Anfragen per E-Mail oder Messenger. Wir können umso schneller und effektiver für euch arbeiten, wenn wir dies möglichst ungestört tun können. Sobald wir Neuigkeiten haben, findest du sie hier auf der Webseite.

Sabrina Keese-Haufs_Lawlikes_Fragen und Antworten